Wir verurteilen die Schändung der muslimischen Gräber in Iserlohn auf das Schärfste

Ob die Migration in einem Einwanderungsland politisch und gesellschaftlich angekommen ist, hängt sehr stark davon, wie die gesellschaftlich mit den kulturellen Werten der Migranten umgeht.

Die Akzeptanz und der Respekt gegenüber den kulturellen Identitäten der Migranten ist gleichzeitig ein Barometer, der ein Hinweis darüber geben kann, ob sich die Migranten in diesem Land als „Einheimischer“ fühlen.

 Eine dieser wichtigen Identitätsfaktoren, der einen großen Einfluss auf das Gefühl der Migranten hat, dass dieses Land als „Heimat“  identifiziert wird ist, dass die  ihre Toten in ihrem „neuen Heimat“ beerdigen können. Und diese auch von der Mehrheitsgesellschaft akzeptiert und respektiert wird.

In der Silvesternacht wurden mehrere muslimische Gräber auf dem muslimischen Teil des Iserlohner Hauptfriedhofs zerstört und dabei für die Muslime sehr wichtige Totenruhe gestört. Mehr als ein Drittel der Gräber sind von dieser menschenunwürdigen Vandalismus und Zerstörungswut betroffen. Diese abscheuliche Tat löste in der muslimischen Gemeinschaft sehr großes Unbehagen und Diskussionen aus.

 Wir, ATIB, erwarten von unseren Sicherheitsbehörden, dass die Schuldigen sehr schnell ermittelt und mit voller Härte des Gesetzes zur Rechenschaft gezogen werden. In diesem Zusammenhang  begrüßen wir, dass die Ermittlung der Schuldigen vom Staatsschutz durchgeführt wird.  Der Schutz der muslimischen Gräber und Moscheen sollte dringend verstärkt werden, damit solche Taten in Zukunft vermieden werden können. 

Imam Cengiz

ATİB Generalsekretär