Wir werden „Die Katastrophe von Solingen“ nicht vergessen!

Anlässlich des Jahrestags der als Katastrophe von Solingen bekannten Tragödie vom 29. Mai 1993, bei der fünf Türken durch einen Brand getötet wurden, gibt der Vorsitzender der ATIB Herr Durmus Yildirim folgende Presseerklärung ab:

Am 26. Jahrestag der „Katastrophe von Solingen“, bei der fünf Mitglieder der türkischen Familie Genç am 29. Mai 1993 als Folge von Brandstiftung in ihren Häusern getötet worden sind, ist das Leben der türkischen und muslimischen Migranten in Deutschland nicht sicherer geworden.

Wenn es in einer Gesellschaft gegenüber Minderheiten keine Vorurteile gäbe, wäre es nicht zu solchen Katastrophen wie denen von Solingen, Mölln und Rostock gekommen. Es würden keine Mörder wie die NSU-Terroristen (nationalsozialistischer Untergrund) herangewachsen. Schaute man sich die Statistiken und Meinungsforschungen an, ließe sich nicht behaupten, dass daraus viele Lehren gezogen worden sind.

Nicht nur die faschistisch-rassistischen Gruppen gehören zu denen, die uns Türken und andere Muslime seit Jahren als Ziel für ihre pauschalen Schmutz- und Vorführkampagnen benutzen, es gehören auch einige Politiker und sogenannte Intellektuelle mit dem Stift in der Hand dazu. Die allmählich zunehmende Antinomie gegen Türken/Muslime kann man nur mit nachhaltigen Vorbeugungsmaßnahmen und durch die Entfernung der Diskriminierung in den Köpfen abwenden.

Die Intoleranz gegenüber unserer kulturellen Verschiedenheit sollte aufhören und akzeptiert werden.

Die Katastrophe von Solingen muss in den Köpfen am Leben erhalten werden, damit so etwas nicht noch einmal passiert. Bei dieser Gelegenheit gedenke ich mit Mitleid den Opfern des Rassismus in Solingen und an anderen Orten und drücke ihren Angehörigen mein Beileid aus.“

Durmuş Yıldırım

ATİB-Vorstandsvorsitzender

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