Anschuldigung und Verleumdung gegen ATIB

Nennung der Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa e.V. (ATIB) im Zusammenhang mit Verbotsprüfungsanträgen der sogenannten „Grauen Wölfe“ im deutschen Bundestag.

 

Am 18. November 2020 wurden im Deutschen Bundestag Anträge zum Verbot und zur Bekämpfung der sogenannten „Grauen Wölfe“ eingereicht und debattiert. Sowohl in den Anträgen der Linken und der AfD als auch in dem fraktionsübergreifenden Antrag der CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen mit dem Titel „Nationalismus und Rassismus die Stirn bieten – Einfluss der Ülkücü-Bewegung zurückdrängen“ wird ATIB einführend erwähnt. Seit der Gründung der Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa e.V. (ATIB) vor über 30 Jahren, verfolgen wir den Zweck der Religions- und Kulturpflege und arbeiten seit Bestehen mit staatlichen und nicht-staatlichen Einrichtungen, anderen Religionsgemeinschaften, der Zivilgesellschaft und der Politik eng zusammen.

Wir verstehen uns als islamische Religionsgemeinschaft nach deutschem Recht und leben und lehren die Werte unserer Religion im Einklang mit unserer Verfassung. Die Achtung und der Respekt gegenüber allen Menschen unabhängig von ihrer Ethnie, Kultur und Religion ist für uns ein zentrales religiöses und bürgerliches Gebot. Vielfalt und Diversität sind für uns ein hohes Gut, so finden sich in unseren Strukturen und Gemeinden Frauen und Männer unterschiedlicher Ethnien und Rechtsschulen (Türken, Kurden, Sunniten, Aleviten, Jaferiten etc…).

Zu der Eurasischen AlevitischIslamischen Union in Deutschland und Union der Jaferiten in Europa und weiteren Religionsgemeinschaften pflegen wir eine gute geschwisterliche Zusammenarbeit.

Die ATIB hat sich in der Vergangenheit mehrfach von einer Zuordnung zu den „Grauen Wölfen“ distanziert.

ATIB lehnt jede Form von Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit, Rassismus und sonstige gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit strikt ab und engagiert sich in verschiedenen Bündnissen dagegen. Seit einigen Jahren verfolgen wir als Religionsgemeinschaft mit Entsetzen und großer Sorge, wie haltlose und diffamierende Anschuldigungen gegen unseren Verband immer mehr Akzeptanz in der Politik und Gesellschaft finden.

Die mediale und politische Vorverurteilung unseres Verbands spiegelt bedauerlicherweise die derzeitige Stimmungslage in unserem Land wieder.

Feindbilder, die über Jahre durch bestimmte Akteure in der Gesellschaft und Politik geschaffen und genährt wurden, sind heute zu Instrumenten der gezielten Isolation von muslimischen Religionsgemeinschaften geworden.

 

Wir werden unsere bereits initiierten Schritte der sachlichen und juristischen Aufarbeitung der Vorwürfe und Denunzierungen fortsetzen. Gemeinsam mit unabhängigen wissenschaftlichen Prüfstellen, werden wir alle Anschuldigungen objektiv auf den Prüfstand stellen. Zudem haben wir volles Vertrauen in unsere unabhängige Justiz in Deutschland.

Abschließend appellieren wir an die Politik, Medien und Gesellschaft in Zeiten des aufblühenden Rechtspopulismus stets den Weg des kritischen und konstruktiven Dialog mit muslimischen Religionsgemeinschaften zu wählen und nicht in die Falle der auf Feindbilder aufgebauten Rhetorik der Demokratiefeinde zu tappen.

 

ATİB Pressereferent

                                                                                                                                                                                                                                                         | Impressum | Disclaimer

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